Die politischen Ziele für die Ratsperiode 2009-2014

 

Lebensqualität für Linzer Bürgerinnen und Bürger

Familien sollen sich wohlfühlen in Linz. Dazu brauchen wir mehr Krippenplätze und Kindertagesplätze mit Ganztagsbetreuung und geregeltem Mittagessen, damit berufstätige Eltern in Ruhe ihren Beruf ausüben können. Eine generationen- übergreifende Solidaritäts- börse auf städtischer Ebene halten wir für unverzichtbar, denn nicht nur Senioren sondern auch Familien brauchen Hilfe, deshalb „Alt hilft Jung, Jung hilft Alt“.

Bestimmte Ecken in Linz sind beliebte Aufenthaltsorte für Jugendliche geworden, da für sie in der Stadt zu wenig los ist. Ein Streetworker, der die Jugend dort anspricht, wo sie sich aufhält, soll Alternativen anbieten und bei Problemen durch Alkohol und Drogen helfen. Die Installation eines Jugendbeirates (z.B. Sprecher der Vereinsjugend, Schülersprecher) ist für uns eine Selbstverständlichkeit.

Ein täglicher Seniorentreff im Bürgerhaus mit unter-schiedlichen Angeboten in geselliger Atmosphäre wird unseren älteren Mitbürgern die Möglichkeit geben sich nicht nur zu unterhalten, sondern auch sich weiterzubilden, denn unsere heutigen Senioren stehen mitten im Leben und wollen noch was dazu lernen. Damit wir wissen, was Senioren bewegt, brauchen wir auch in der Stadt einen Seniorenbeirat.

Unsere Stadt hat über 450 ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger. Mit Vertretern von ihnen wollen wir einen Dialog über ihre Probleme und Wünsche führen.

Die Freiwilligenarbeit, die in den Vereinen geleistet wird, ist bewundernswert. Die Vereine könnten ihre Ziele gar nicht erreichen, wenn es nicht so viele Mitbürger gäbe, die ihre Freizeit opfern zum Wohle ihres Vereins. Deshalb wollen wir mit allen Vereinen in Linz  einen noch engeren Kontakt pflegen und ein offenes Ohr für ihre Wünsche haben.

 

Lebendige Innenstadt

Die historische Altstadt mit ihren bunten Fachwerkhäusern und engen Gassen ist das Markenzeichen von Linz. Diese zu erhalten und mit noch mehr Leben zu erfüllen ist das Ziel des SPD-Projekts „Leben in der Altstadt“ .

Um private Modernisierungsmaßnahmen anzustoßen, wollen wir diese mit 20% der Gesamtkosten, maximal mit
10 000 Euro durch die Stadt bezuschussen.
Diese Förderung ist an eine Nutzungsbindung von 15-20 Jahre geknüpft. Damit sollen zum einen alte Häuser modernisiert und als Wohnungen interessant werden: sowohl für junge Familien als auch für ältere Menschen, die noch ein selbstbestimmtes Leben führen wollen. Zum anderen sollen die Attraktivität des Einzelhandels und der Gastronomie gestärkt werden. Bequemes, barrierefreies Wohnen und Einkaufen in der geselligen Altstadt für Jung und Alt ist das Ziel dieser Maßnahme . Sie wird die Stadt beleben.

Eine Notwendigkeit für das Gelingen eines solchen Planes ist die städtebaulich angepasste Geschäftsbebauung auf und um die Tiefgarage herum. So viele Jahre sind vergangen und so viele Pläne haben sich in Nichts aufgelöst. Nach 20 Jahren muss endlich was passieren. Immer vor Wahlen werden großartige Pläne von Investoren bekannt gegeben, die sich dann leider in Luft auflösen. Dabei ist die Bebauung dieses so wertvollen Areals mitten in der Stadt wichtiger denn je. Nur wenn hier Geschäfte für den täglichen Bedarf entstehen, ist eine Innenstadtbelebung und eine Aufwertung des gesamten Areals denkbar. Die Tiefgarage wird von den Linzern immer weniger benutzt, da sie nicht bereit sind einen Euro zu bezahlen, wenn sie mal gerade 15 Minuten schnell etwas einkaufen wollen. So holt man keine Kaufkraft in die Innenstadt! Die erste Stunde muss gratis sein. Und wenn in Linz etwas los ist, ist die Garage geschlossen! Das ist Anti-Tourismus-Management.

RathausDas fast 500 Jahre alte Rathaus im Herzen der Stadt, eines unserer schönsten Kulturgüter, soll seine Jahrhunderte lange Mittelpunktsfunktion zurückbekommen, indem es zu einem kulturellen Zentrum wird: mit einem multimedialen Museum zur 1100-jährigen Linzer Stadtgeschichte und einer entsprechenden Erlebnis-Gastronomie mit historischem Kulturprogramm. Die Stadt wird bei der immer teurer werdenden Sanierung des Rathausdaches mit Hunderttausenden durch die Stiftung der Sparkasse unterstützt. Auch deshalb sind wir der Meinung, dass die Bürger von Linz einen Anspruch darauf haben ihr Rathaus auch „VON INNEN ERLEBEN“ zu können, denn die Stiftungsgelder sind neben den vielen anderen förderungswürdigen Bereichen im Dienste des Gemeinwohls (z.B. Jugendarbeit in den Vereinen) auch zur Kulturförderung vorgesehen.

Aussitzen scheint das Konzept der Stadt für den Platz hinterm Rathaus zu sein.Verfall So verfällt der Isenburger Hof zusehends; die Stadt hat dieses denkmalgeschützte Gebäude mal für 600.000 DM von der Verbandsgemeinde gekauft. Kurz vor der Wahl wurden wieder Architektenbüros um neue Ideen für diese historische Ecke gebeten. Mit einem bisschen Fantasie und wenn man sich die „Bausünden“ mal wegdenkt, ist dies eine idyllische Ecke.

Wir erwarten von einem(r) Bürgermeister(in) der Stadt mehr Mumm, mehr Ideen, mehr Esprit.

 

Wirtschaft und Tourismus

Die Stadt hat während der letzten Jahre keine Förder-maßnahmen des Landes in Anspruch nehmen können, was dazu führte, dass die Stadt jede Maßnahme alleine bezahlen musste. Wohl auch deshalb hat sie viele Projekte nicht in Angriff genommen. In diesem Jahr muss die Stadt sogar an ihre Reserven gehen. Wie will sie dann noch ein eigenes „Konjunkturprogramm II“ auf die Beine stellen, wie der Bürgermeister dieses in seiner Haushaltsrede angekündigt hat?

BildDie Stadt kann den Handwerkern in der Region doch nur unter die Arme greifen, wenn sie das nötige Geld zur Verfügung hat und auch ausgeben will. Es gibt wahrlich genug zu tun für das Handwerk: z.B. braucht das Montessori-Haus im Alten Gymnasium ein neues Dach, (es würde gleichzeitig neue Räume erschließen, die das Montessori-Haus dringend braucht), ein Anstrich des Alt-Gymnasiums und der Stadthalle würde einer Verjüngungskur gleichen. Dafür wird das Ersparte kaum reichen.

Wenn dann auch leider die Neuansiedlung von Gewerbe nicht funktioniert, muss die Stadt Linz das Beste, was sie noch hat, das Filetstück Id des Roniger Hofes,  erschließen und verkaufen. Die Investitionen für das neu zu erschließende Baugebiet würden sich bezahlt machen, nicht nur finanziell sondern auch demografisch, denn Linz würde neue Einwohner bekommen. Dabei sollte sie vor allem Bauwillige finanziell unterstützen, die ihre Häuser unter ökologischen Gesichtspunkten (Passivhaus, Solaranlagen etc.) bauen würden. Dies ist ein Wachstumspotential für die Stadt. Und, die Zeit ist günstig. Die Menschen investieren wieder in Immobilien, in Sachwerte, statt in Aktien oder Fonds. Die Mehrheit des Stadtrates hat diesen Plan leider abgelehnt.

RheinstrasseDie Ankurbelung des Tourismus in Linz ist nur noch in einem größeren Rahmen zu organisieren (Bonn, Koblenz). Wandern, Radfahren, Wein, Kunst und Kultur sind die Pfunde, mit denen wir in Linz wuchern können. Wir müssen allerdings miteinander kooperieren. Bad Hönningen hat den Limes und das Limes-Museum, Unkel bald das Willy-Brandt-Forum , beide werden sich zu Publikumsmagneten entwickeln.

DIE ALTSTADT VON LINZ IST EIN GESAMTMUSEUM mit ihren vielen alten Häusern. Aber die meisten Besucher laufen nur einmal durch die Stadt, essen ein Eis und sind wieder weg. Von dieser Art Tourismus können unsere Geschäfte und Hotels in der Innenstadt nicht leben. Wir müssen Touristen Ausflugspläne anbieten, aber auch erweiterte Angebote in der Stadt mit einem mitreißenden Gesamtkonzept, das auch junge Menschen und Kinder anspricht: mit einem modernen Museum, mit Abenteuererlebnissen im Pulverturm , im Neutor und im Rheintor, mit einem Kletterpark in der Verschönerung. Ahrsteig, Rheinsteig, Westerwaldsteig, Limesweg : sie boomen und Linz sollte diesen Boom nutzen. Eine weitere Möglichkeit Touristen länger in Linz zu behalten, ist ein Stellplatz für Wohnmobile (wie in Andernach und Unkel). Cochem hat es geschafft, dass holländische Feriengäste sich Häuser in der Altstadt kaufen. Empfangstafeln mit Stadtplan und Infos von Hotels, Pensionen, Restaurants an den Einfahrten von Linz müssen eine Selbstverständlichkeit für eine Touristenstadt sein.

 

Wir haben das Ohr „nah am Menschen“

Zur Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger von Linz werden wir uns intensiv um folgende, an uns herangetragene Probleme und Wünsche , kümmern und Lösungen finden.

Leisere Züge, weniger Lastwagen auf der B42 (Mautgebühren), sichere Überwege auf der B42 und der Asbacherstraße am Friedhof, Sicherheit gegen Gewalt, Apothekendienst auch nachts und an Wochenenden in Linz, Verschönerung der Rheinpromenade, einen sauberen und barrierefreien Bahnhof (rollstuhl-, kinderwagen- und rollkoffergerecht!), ein runder Tisch zum Thema Leerstand, markierte Fahrradwege, ein Verkehrskreisel am Meuschcenter zur Behebung der Gefahrenquelle für Linksabbieger, Frühlingsfest mit Blumenmarkt, Sommerfeste mit Theater auf dem Marktplatz, autofreie Innenstadt zur Haupteinkaufszeit.

 

Ratskandidaten Bild

 

Wir möchten, dass es Linz und den Linzern
gut geht, auch in Zukunft.

Wir wissen, dass wir mit unserer Mannschaft
dem politischen Leben in Linz frischen Wind
und neuen Schwung verleihen werden.

                                                                                    SPD Würfel

 

 

 

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