
Am Freitag, den 26. Juni 2026, ab 19 Uhr, hatte der SPD-Ortsverein Linz im Café Restaurant Poseidon (Marktplatz 21, Linz am Rhein) zu einem Abend unter dem Motto „Zukunft ist international – Wo stehen wir in Europa?“ eingeladen. Im Mittelpunkt standen aktuelle europäische Themen wie Wirtschaft, Sicherheit, Asylpolitik, Lohngleichheit, der mögliche Beitritt der Westbalkanstaaten sowie digitale Souveränität.
Als Gast war Aghid Al-Masalmeh anwesend, um in lockerer Atmosphäre mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Der Abend bot die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Perspektiven zu teilen und gemeinsam über die Zukunft Europas zu diskutieren.
Der Vorsitzende des Ortsvereins, Uli Bieber, bedankte sich bei allen, die trotz der „Bullenhitze“ den Weg in die gesellige Runde gefunden hatten: „Bei dieser Hitze ist es nicht selbstverständlich, sich an einer Diskussionsrunde zu beteiligen. Schön, dass sich trotzdem 10 Leute angeschlossen haben, um gemeinsam über Europa zu reden, während gleichzeitig die Eröffnung des Strünzerstrandes läuft. Politik sollte sich nicht verstecken. Sie gehört ins Stadtzentrum, unter die Leute. Auch wenn das Gespräch durch das bunte Treiben ringsum und die hohen Temperaturen mühsam ist, sind wir mittendrin – genau so muss das sein.“
Lebendige Diskussionen und persönliche Bezüge
Die Check-in-Frage lautete diesmal: „Hast Du Bekannte, Freunde oder Familie oder aus anderen Gründen eine besondere Beziehung zu einem anderen EU-Land? Wie ist die Verbindung entstanden?“ Die Antworten reichten vom Erasmus-Austausch über die Städtepartnerschaft Linz und Pornic in Frankreich bis hin zu freundschaftlichen Verbindungen in die Niederlande und beruflichen Kontakten nach Polen.
In der anschließenden Diskussion ging es lebhaft zu: Sollte eine zeitnahe EU-Erweiterung um Montenegro, Serbien, Albanien, Ukraine und Moldawien angestrebt werden? Gibt es kulturelle Grenzen, die man ziehen sollte, oder zählen allein formale Kriterien wie Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsprävention? Ist kulturelle Vielfalt ein Hemmschuh oder eine Trumpfkarte für die Entwicklung der EU? Kann sich Europa von den USA emanzipieren oder bleibt es sicherheitsstrategisch abhängig? Wie überwindet die EU ihre wachstumsschwache Phase? Und: Können nationale Interessen überwunden werden, um geopolitische Herausforderungen gemeinsam zu stemmen oder fällt man, getrieben von rechtspopulistischen Tendenzen, wieder in alte Muster zurück?
Fazit
Der Abend zeigte: Europa bewegt die Menschen – und die Linzer SPD bleibt mittendrin. Wir danken allen Teilnehmenden für den anregenden Austausch und freuen uns auf weitere spannende Diskussionen.